Hinweis für unsere Mitarbeitenden - 30. März 2020

 

Wie Ihnen sicherlich bekannt geworden ist, ist in unserem Altenpflegeheim "Bethlehemstift" in Zwönitz eine 92-jährige Bewohnerin, die positiv auf COVID-19 getestet wurde, heimgegangen.


Liebe Mitarbeiter, liebe Mitarbeiterinnen wir möchten Sie in dieser Zeit bitten, besonnen zu bleiben und nicht in Panik zu verfallen. Sie sind in diesen Momenten die Schlüsselpersonen für die uns anvertrauten Menschen.

Jedes positive Wort, jede beruhigende, aufbauende Geste schenkt unseren Bewohner ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Und das benötigen sie ganz besonders.

Wir, als Krisenstab beider Werke möchten Ihnen in dieser Zeit ebenso dieses Gefühl vermitteln und kümmern uns, wo es nur geht um Ihre Belange. Die Erhaltung der Schutzmaßnahmen mit notwendigen Ressourcen steht dabei ganz oben. Nur so können Sie den Dienst machen, der so notwendig ist.

Lassen Sie uns in dieser Zeit enger zusammenrücken. Gemeinsam können wir diese Situation überstehen.


So grüßen wir Sie mit den Worten: "Dies alles habe ich euch gesagt, damit ihr durch mich Frieden habt. In der Welt werdet ihr hart bedrängt, aber lasst euch nicht entmutigen: Ich habe diese Welt besiegt." Johannes 16,33


Fragen, die Sie noch beschäftigen:



Wie viele Mitarbeiter und Bewohner sind derzeit positiv auf Covid-19 getestet?

Es sind aktuell 5 Bewohner und 2 MA aus dem APH Zwönitz positiv getestet. In Absprache mit dem Gesundheitsamt des Erzgebirgskreises wird es morgen Vormittag (31.03.2020) eine umfassende Testung der Bewohner in dem Wohnbereich geben, in dem die 5 positiv getesteten Personen leben. Zudem werden alle Mitarbeitende der Einrichtung getestet, die typische Symptome von Atemwegserkrankungen zeigen.

Wie schaffen Sie es den Betrieb des Heimes aufrechtzuhalten?

Die Krise hat uns alle durch eine Welle der Verbreitung des Virus in ganz Sachsen erfasst. Eine absolute Sicherung der Situation ist nicht möglich. Wir können das Risiko der Ansteckung nur minimieren, nicht aber ausschließen. Es ist deshalb zu befürchten, dass sich die Erkrankung in der Einrichtung weiter ausbreitet.

Wir haben unsere Mitarbeitenden und Bewohner so gut wie möglich über Gefahren und Maßnahmen informiert, durch Prävention, Schutzmittel und organisatorische Maßnahmen schützen und wir können sie seelsorgerlich unterstützen.

Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung:

-           Präventionsmaßnahmen und konkrete Schutzmaßnahmen beim Kontakt mit den Bewohnern bzw. im Umgang der Bewohner miteinander.

-           Infizierte Bewohner werden von anderen Bewohnern in unterschiedlichen Bereichen getrennt

-           Es werden Schleusen für Bereiche mit infizierten Bewohnern geschaffen.

-           Angebot von Seelsorge und geistlicher Unterstützung für Mitarbeitende und Bewohner

-           stark erhöhte Maßnahmen der Desinfektion (insbes. Hände und Flächendesinfektion)

Mitarbeitende, die ab zwei Tage vor Ausbruch der Symptome engeren Kontakt zur Bewohnerin haben, werden vom Gesundheitsamt individuell befragt und je nach Intensität des Kontaktes in eine Kategorie lt. RKI eingestuft (d.h. Testung ja oder nein, Quarantäne ja oder nein).

Solange keine Einstufung erfolgt ist und keine typischen Symptome vorliegen, können sie mit erhöhten Schutzmaßnahmen (Mund- und Nasenschutz) vorerst weiterarbeiten.

Mitarbeitende mit Symptomen einer Atemwegserkrankung werden durch Anordnung des Gesundheitsamtes getestet.

Die Bewohner im betroffenen Wohnbereich werden alle – unabhängig von Symptomen – getestet.

Die Bewohner, die Kontakt mit infizierten Bewohnern hatten, werden separiert und sollen nicht in Kontakt mit anderen Bewohnern kommen.

Zur Unterstützung des Schutzes der Mitarbeitenden der Einrichtungen werden zur weiteren Unterstützung zentral zur Verfügung gestellt:

154 x FFP 2 Masken

200 x Mundschutz

100 x Schutzkittel

300 x Kopfhauben

10 x Schutzbrillen

Bei Personalbedarf können aus dem neu geschaffenen Personalpool nach aktuellem Stand bis zu 35 Mitarbeitende der Einrichtung zugeordnet werden, darunter sind etwa 10 Pflegekräfte.


Gibt es mittlerweile Erkenntnisse, ob die Frau an Corona oder an einer anderen Krankheit verstorben ist?
Die Todesursache ist uns nicht bekannt, wir haben seitens des Klinikums dahingehend keine Informationen erhalten.
Aufgrund des betagten Alters war die 92-jährige Frau, auch vor der Infektion in einer allgemein gesundheitlich schlechten Verfassung.



https://www.diakonie-asz.de/massnahmen_und_informationen_zum_corona-virus_hinweis_fuer_unsere_mitarbeitenden_-_30_maerz_2020_de.html